Weggefährten: Günther Strupp
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Bild 23: Augsburgbild, Zeichnung von Günther Strupp, 1952
Günther Strupp wurde am 6. März 1912 in Johannisburg (Masuren) geboren. Er absolvierte zunächst eine Glasmacherlehre, bevor er von 1930 bis 1933 an der Folkwangschule in Essen bei Karl Rössing und Friedrich Ahlers-Hestermann studierte. 1933 wurde er kurzzeitig als Kommunist im KZ Barmen inhaftiert. Von 1933 bis 1936 hielt er sich in Paris auf. 1940 bewarb sich Strupp als Bühnenbildner an verschiedenen Berliner Theatern. Auf Empfehlung Fraengers stellte ihn Heinrich George als Bühnenmaler am Schiller-Theater ein. Außerdem beauftragte Fraenger Günther Strupp im gleichen Jahr mit der Illustration des Märchens "Merkwürdige Lebensgeschichte Sr. Majestät Abraham Tonelli" von Ludwig Tieck. Die Veröffentlichung dieses Werks im Berliner Heimbücherei-Verlag wurde allerdings von der Kulturkammer verboten. Fraenger brachte stattdessen die Illustrationen in der Zeitschrift "Gebrauchsgraphik" unter und schrieb eine Einführung dazu.

Während der Zusammenarbeit im Schiller-Theater entwickelte sich ein freundschaftliches Verhältnis zwischen Günther Strupp und Wilhelm Fraenger. Als Strupp 1944 in Augsburg erneut von der Gestapo verhaftet wurde, drohte ihm ein Verfahren vor dem Volksgerichtshof. Fraenger versuchte, ihn mit einem Gutachten zu entlasten. Günther Strupp wurde von amerikanischen Truppen am 1. Mai 1945 aus dem Gefängnis in München-Stadelheim befreit.

Strupp pflegte auch nach dem Krieg kontinuierlich den Kontakt zu Fraenger und wollte ihn zur Übersiedelung nach Augsburg überreden. Neben seiner Arbeit als Graphiker und freier Künstler arbeitete Strupp in den 50er und 60er Jahren bei verschiedenen Filmproduktionen als Ausstatter. Seine Werke wurden in mehreren Ausstellungen gezeigt. Er starb 1996.

 
 
   
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