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| Weggefährten: Louise Kayser-Darmstädter | ![]() |
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Die bildende Künstlerin Louise "Lulu" Kayser-Darmstädter wurde am 26. April 1894 in Mannheim als Tochter einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie geboren. Sie studierte auf Wunsch ihres Vaters zunächst Ökonomie und danach in München Kunst. Zwischen 1915 und 1919 stellte sie einige Werke (u.a. Portraits) im Mannheimer Kunstverein aus, 1922 gewann sie den Kunstpreis der Münchener Akademie und unterrichtete für einige Jahre eine eigene Klasse in Komposition und Portrait. Nach zwei Ehen heiratete sie 1930 den Kunsthistoriker Stefan (Stephen) Kayser, der bis 1933 Redakteur bei der "Mannheimer Zeitung" war. Lange vor den großen Deportationen in Mannheim flüchteten Louise und Stefan Kayser in die Tschechoslowakei, von wo aus sie 1938 in die Vereinigten Staaten emigrierten. In Berkeley (Kalifornien) studierte Louise Kayser-Darmstädter Schiffbau und Industriedesign. Sie arbeitete in einem Ingenieurbüro und malte nebenbei weiter Portraits. 1943 hatte sie eine Einzelausstellung in der "Art-Galllery of Oakland"; ihr Mann hielt Vorlesungen an der "University of California". 1944 wurde Stephen Kayser zum Kurator des neuen "Museum of the Jewish Theological Seminary" nach New York berufen.
Louise Kayser erlebte Fraenger erstmalig bei seinen kunstwissenschaftlichen
Vorträgen zu Beginn des Ersten Weltkrieges. Die Freundschaft zwischen
Louise Kayser und Wilhelm Fraenger seit Mitte der 20er Jahre - ihr Schwager
bezeichnete Fraenger als ihren "besten Freund"- dokumentierte
sich in zahlreichen gegenseitigen Geschenken, Widmungen und Briefen. Nach
Fraengers Tod pflegte sie weiterhin freundschaftlichen Kontakt zu Auguste
Fraenger und Ingeborg Baier-Fraenger.
Louise Kayser-Darmstädter kannte Fraenger als einen äußerst
empfindsamen Menschen, der sie nachhaltig beeindruckte. Obgleich Protestant,
war Fraenger der erste, der ihr einen Zugang zu ihrem jüdischen Glauben
vermittelte. |
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© Wilhelm-Fraenger-Gesellschaft e.V. | Kontakt | ![]() |
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