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Unsere nächste Veranstaltung:
11. August 2010, 19.00 h:
Sibylle Gerstner, Gründerin und Namensgeberin der beliebten Modezeitschrift, im Gespräch mit ihrer Enkelin Laura Laabs
Einführung und Moderation: Alfred Eichhorn, Kulturjournalist
Im Rahmen der Sonderausstellung: SIBYLLE. Modefotografie und Frauenbilder in der DDR
im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte.
Anfang 1956 erschien in der DDR erstmals die Zeitschrift "SIBYLLE". Ihr Auftrag war es, sowohl der westdeutschen "Constanze" als auch der internationalen Presse Konkurrenz zu machen. Wie aber konnte man dieser Anforderung in einem kleinen Staat zwischen Nachkriegsnot und sozialistischem Aufbau überhaupt gerecht werden? Vor dieser Aufgabe stand die Künstlerin und Modejournalistin Sibylle Gerstner, die die beliebte Zeitschrift ins Leben rief und ihr ihren Namen schenkte.
Im Editorial der ersten Ausgabe heißt es: "Mein Blick richet sich auf die Mode der Welt, die ihren Mittelpunkt heute, wie seit Jahrhunderten schon, immer noch in der Lichterstadt an der Seine hat. Ich verspreche Ihnen, dass ich meine Augen überall haben werde: in Prag und Florenz, in Warschau und in Wien, in Moskau und New York, in Peking und London - und immer wieder in Paris."
Unter welchen Bedingungen enstanden die frühen Ausgaben der SIBYLLE und die Ideen dazu? Wie weit ließ sich ein weltoffenens Konzept überhaupt umsetzen und wo geriet es an seine inhaltlichen und pragmatischen Grenzen? Welche Rolle spielte die Mode für den Alltag und das Frauenbild zu Beginne der (real-)sozialistischen DDR-Gesellschaft Ende der 1950er Jahre?
In Kooperation mit dem Haus der Brandenburg-Preußischen Geschichte, Potsdam, Am Neuen Mark 9, Kutschstall, 14467 Potsdam, Eintritt: 3 Euro.
Die Ausstellung SIBYLLE ist bis 19.00 h geöffnet.
Unser Hörtipp:
1. Juni 2010, 22.04 - 23.00 h:
"Märkische Wandlungen"
Von Heidelberg nach Potsdam
Der Kunsthistoriker und Sammler Wilhelm Fraenger (1890-1964)
Eine Sendung von Bernd Dreiocker
im kulturradio des RBB, Frequenz 92,4
s. auch hier
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Die Wilhelm-Fraenger-Gesellschaft veranstaltet regelmäßig Salon-Abende. Im Mittelpunkt steht jeweils ein Vortrag bzw. ein Lichtbildvortrag, der die Grundlage für die anschließende und meist anregende Diskussion bildet. Thematischer Schwerpunkt ist das Werk Wilhelm Fraengers, das im Ambiente seiner original erhaltenen Arbeitsräume besonders eindrücklich zur Geltung kommt.
Entstanden ist die Veranstaltungsreihe aus einer Kooperation mit dem Modellstudiengang "KulturArbeit" an der Fachhochschule Potsdam. Im Rahmen eines Projektes haben Studentinnen und Studenten dieses Fachbereichs gemeinsam mit der Wilhelm-Fraenger-Gesellschaft ein Konzept entwickelt, das Haus der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ohne den sensiblen Charakter eines fast musealen Ensembles zu stören. Ergebnis war die Idee eines Salons.
Die Salon-Abende knüpfen nicht nur an die Berliner Salon-Traditionen an, sondern nehmen auch das Programm des 1919 von Fraenger in Heidelberg begründeten Kreises
"Die Gemeinschaft" auf, der sich im Februar 1919 in der Heidelberger Zeitung der Öffentlichkeit vorstellte:
"Die Gemeinschaft sucht einen Zusammenschluß aller geistig Gerichteten in Stadt und Universität zu einem freien Arbeitsbunde, dessen Ziel es ist, durch Vorträge, Besprechungsabende und Ausstellungen die Sinndeutung der Gegenwart im ganzen Umkreis der Kulturerscheinungen zu bieten."
An der Schnittstelle von privater Intimität und Öffentlichkeit kann sich ein besonders fruchtbares Diskussionsklima entwickeln. Der Kreis ist offen für alle Interessenten, spricht aber besonders aufgeschlossene, junge Menschen an. Um den Charakter des Privaten nicht zu verletzen, wird auf Eintritt verzichtet. Statt dessen bringen die Gäste während des meist in langen Gesprächen auslaufenden Abends an Getränken mit, wonach ihnen der Sinn steht.
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